Live-TickerStreet Parade 2026: Hunderttausende Raver in Zürich erwartet +++ Gegend um das Seebecken für den Verkehr gesperrtDer Live-Ticker zur grössten Techno-Party der Welt.NZZ-Redaktion Zürich08.08.2026, 12.24 Uhr1 LeseminutenAn der Street Parade wird in der Innenstadt kaum ein Durchkommen mehr sein - wer einen Platz auf einem Boot ergattern konnte, hat es bequemer.Christian Beutler/Keystone10:23 AMEin Tag im Zeichen der elektronischen MusikGianmarco sagt: «Tolle Musik – das gibt es in Italien nicht»Beim Bahnhof Wollishofen haben Raver ihre Zelte aufgeschlagen. Alessandro – 32, gelber Rock, blau-weiss-rotes Top – sagt: «Das gibt es in Italien nicht!» Er und seine Freunde Emiliano (Perücke, bunte Streifen) und Alessandro (T-Shirt und Shorts, nicht im Video) aus dem Trentino wärmen sich auf für den grossen Rave. Die Boom-Box gibt alles, um den Italienern und ihren Nachbarn auf dem improvisierten Campingplätzchen einzuheizen. «Do you want a beer? Jägermeister?» Gianmarco ist vorbereitet für die grosse Party. Ob sie hier campen dürften? «Keine Ahnung. Wir machen es einfach», sagt der Mann im leuchtend gelben Rock. Am Freitag sei ein Polizist kurz da gewesen – wegen zu lauter Musik der Jungs gegenüber. Mehr anzeigenVerkehr: (Fast) nichts geht mehr am SeebeckenAn der Street Parade heisst es für alle Nichttanzenden: Stau und stockender Verkehr auf ziemlich allen Kanälen. Rund um das Seebecken ist der Tram- und Busverkehr ab dem Mittag fast gänzlich eingestellt. Alle Haltestellen am Limmatquai und entlang der Bahnhofstrasse werden nicht bedient – mit Ausnahme derjenigen am Paradeplatz und eines reduzierten Betriebs der S18 am Stadelhofen. Mit dem Auto gibt es erfahrungsgemäss so gut wie kein Durchkommen. Um das zusätzliche Verkehrsaufkommen zu bewältigen, haben die SBB zwanzig Extrazüge im Einsatz. Zahlreiche weitere Linien werden durch zusätzliche Wagen verstärkt.«In Zürich ist es sicherer als in Deutschland»Rebekka und ihre Freunde aus Nordrhein-Westfalen kommen seit Jahren nach Zürich zur Street Parade. Die 46-Jährige sagt: «Hier ist es entspannter, man hat mehr Platz. Ich fühle mich sicherer als bei Techno-Raves in Deutschland.» Rebekka war auch bei Love-Parade in Duisburg 2010 dabei, als 21 Menschen bei einer Unterführung zu Tode getrampelt wurden. Sie sagt: «Davon bin ich immer noch etwas traumatisiert.» Besonders enge Stellen an der Street Parade meidet sie, falls möglich.Rebekka aus Essen sagt: «Ich fühle mich sicherer als bei Raves in Deutschland.»NZZAber die gute Laune und den schönen Sommertag will sie sich von unguten Erinnerungen nicht verderben lassen. «Tolles Essen, genug Saucen, viel besser als in Deutschland!» Ihr Hotel beim Hauptbahnhof haben sie und ihre Begleiter bereits ein Jahr im Voraus gebucht. Und: So viel teurer wie immer behauptet sei die Schweiz längst nicht mehr.Ein Tag im Zeichen der elektronischen MusikHerzlich willkommen zum Live-Ticker der NZZ über die Street Parade in der Stadt Zürich! Wir berichten laufend über die grösste Techno-Party der Welt, zu der heute Hunderttausende Raverinnen und Raver strömen.Die 33. Ausgabe startet um 13 Uhr, wenn auf den insgesamt acht Bühnen rund um das Seebecken die Musik einsetzt. Um 14 Uhr fahren die 30 Love-Mobiles beim Utoquai im Seefeld los. Die rund zwei Kilometer lange Route führt die bunten Lastwagen im Schritttempo dem See entlang via Bellerivestrasse, Quaibrücke, General-Guisan-Quai und Mythenquai zum Hafen Enge. Gegen 22 Uhr werden alle Love-Mobiles im Ziel erwartet. Auf den Bühnen läuft die Musik bis Mitternacht weiter.