Bei Temperaturen von bis zu 40 Grad empfehlen Nordkoreas Staatsmedien Hundefleischsuppe und Ginsengbrühe als Hausmittel gegen die Hitze: Ein von der staatlichen Zeitung »Rodong Sinmun« zitierter Arzt sagte, Hundefleischsuppe sei »vorteilhaft« für die Nährstoffversorgung. Die staatliche Nachrichtenagentur KCNA empfahl zudem eine traditionelle Samgyetang-Suppe, die mit Hühnchen und kräftigendem Ginseng zubereitet wird.KCNA pries vor allem die »unvergleichliche medizinische Wirkung« von Ginseng aus der Grenzstadt Kaesong und führte dies auf die »besondere Boden- und Wasserqualität sowie die einzigartige Anbaumethode« der Region zurück. »Das koreanische Volk betrachtet es als gesundheitsfördernden Brauch, in der heißesten Zeit des Sommers heiße Speisen zuzubereiten«, schrieb die staatliche Nachrichtenagentur in Diktaturprosa.

Drei Tage mit neuen TemperaturrekordenDie koreanische Halbinsel ächzt derzeit unter einem heißen Sommer. In der vergangenen Woche wurden an drei Tagen neue Temperaturrekorde gemessen, die am Sonntag mit 42,5 Grad ihren Höhepunkt erreichten.

Pjöngjang hatte am Mittwoch mit »zusätzlichen militärischen Optionen« gedroht. Die einflussreiche Schwester des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong Un, Kim Yo Jong, warf Japan nach Angaben der staatlichen Nachrichtenagentur KCNA vor, sich in einen »Kriegsstaat« zu verwandeln. Japans Verteidigungsminister Shinjiro Koizumi hatte zuvor angekündigt, das Land werde seine Armee ausbauen und umstrukturieren.Tokio reagierte nicht unmittelbar auf die Drohung aus Nordkorea. Das Verteidigungsministerium teilte aber mit, die Streitkräfte blieben »auf das Mindesmaß« beschränkt und zielten nicht darauf ab, »anderen Ländern zu drohen«. Das japanische Militär sei ausschließlich auf Selbstverteidigung ausgerichtet, im Einklang mit der pazifistischen Verfassung des Landes.