Der Vorsitzende des Geheimdienste-Kontrollgremiums des Bundestags, Marc Henrichmann (CDU), hält die Äußerung Russlands zu der Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle für nicht glaubwürdig. »Die Glaubwürdigkeit hat Russland schon lange verspielt, wenn man in die Ukraine blickt, wo ja vor völkerrechtswidrigen Angriffen man kaum mehr hinterherkommt«, sagte er im ZDF-»heute journal update«. »Und dass Russland da ein Spiel ohne Regeln spielt, das ist jetzt auch keine neue Erkenntnis.«

Demnach sieht die Botschaft hinter dem hybriden Angriff die Ukraine, der es an Waffen fehle. Die Ukraine und die Regierungen in Europa bräuchten Argumente, um weiter »unbegrenzte finanzielle Mittel in die Hände eines korrupten Regimes fließen« zu lassen, hieß es in der Stellungnahme der russischen Botschaft.Ausweichbewegungen in Richtung Westen?Henrichmann sagte hingegen mit Blick auf den russischen Präsidenten Wladimir Putin: »Da ist jemand, der in der Ukraine sich festgefahren hat.« Der russische Angriffskrieg stocke. »Und es ist schon lange prognostiziert, dass dann Ausweichbewegungen in Richtung Westen, in Richtung Nato, in Richtung EU erfolgen werden.« Das geschehe jetzt. »Wir müssen wehrhaft sein und Russland da auch in die Schranken weisen«, sagte Henrichmann.