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Autozulieferer: Einigung bei IAV auf Stellenabbau und Standortsicherung Unternehmen und Arbeitnehmer einigen sich auf einen Zukunftstarifvertrag. Den geplanten Stellenabbau wendet dieser allerdings nicht ab.

Beim Automobilzulieferer IAV ist die Schließung des Berliner Standorts abgewendet. (Archivbild) Foto: Fabian Sommer/dpaDer Standort des Automobil-Zulieferers IAV in Berlin-Charlottenburg ist vorerst gesichert. Das Unternehmen und die Arbeitnehmerseite haben einen Zukunftstarifvertrag vereinbart, der betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2028 ausschließt und den Erhalt aller Standorte vorsieht, wie die Gewerkschaft IG Metall mitteilte. IAV teilte mit, dass die Standorte bis Ende März 2027 eine verbindliche Vereinbarung zu Auslastung und Ausrichtung erhalten sollen. Berlin wird demnach „Zentrum für Kernkompetenzen mit IT-Hub“. Das Werk im niedersächsischen Gifhorn soll als Entwicklungszentrum gestärkt werden, Stollberg in Sachsen „bleibt fester Bestandteil des Standortnetzes“.Rund 2000 Stellen sollen wegfallenDen geplanten Abbau von bundesweit mehr als 2000 Stellen konnte die IG Metall hingegen nicht abwenden. Bis Ende 2027 solle die Belegschaft über alle deutschen Standorte hinweg von derzeit 5000 auf 2970 Beschäftigte reduziert werden, hieß es von IAV.Entwicklungsdienstleister Erst traf die Autokrise die Zulieferer, jetzt sind die Entwickler dran Die Autokrise schlägt auf Ingenieurkonzerne wie IAV, Bertrandt, Formel D oder FEV durch: Tausende Jobs stehen im Feuer. Doch es gibt auch Gewinner. von Henryk Hielscher und Artur LebedewDer Stellenabbau solle über Ansprache- und Freiwilligenprogramme erfolgen, betonten beide Seiten. Aktuell arbeiten der Gewerkschaft zufolge rund 1250 Beschäftigte am Standort Berlin und 800 in Stollberg bei Chemnitz.Die Einigung erfolgte nach umfassenden Protesten von Hunderten Beschäftigten in Berlin sowie am niedersächsischen Standort Gifhorn. „Diese Lösung wurde niemandem geschenkt, sie hat allen Beteiligten viel abverlangt“, erklärte IAV-Chef Jörg Astalosch.„Die Belegschaften bei IAV haben gezeigt, was möglich ist, wenn Beschäftigte zusammenstehen und für ihre Interessen kämpfen“, teilte der Bezirksleiter der IG Metall Berlin-Brandenburg-Sachsen, Jan Otto, mit. „Falsch bleibt aus meiner Sicht, dass sich das Management zu keinem Zeitpunkt ernsthaft auf die guten Vorschläge aus der Belegschaft für neue Geschäftsfelder eingelassen hat.“ dpa Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige Stellenmarkt Die besten Jobs auf Handelsblatt.com Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Remind.me Jedes Jahr mehrere hundert Euro Stromkosten sparen – so geht’s Anzeige Presseportal Lesen Sie die News führender Unternehmen! Anzeige Bellevue Ferienhaus Exklusive Urlaubsdomizile zu Top-Preisen Anzeige Übersicht Ratgeber, Rechner, Empfehlungen, Angebotsvergleiche Anzeige Finanzvergleich Die besten Produkte im Überblick