Einigung mit Betriebsrat und Gewerkschaft: IAV-Chef Jörg Astalosch wird beim Entwicklungsdienstleister 2000 Stellen streichen. Ab 2028 soll IAV nur noch 2970 Beschäftigte zählen.

Nach monatelangen Verhandlungen haben sich die Volkswagen-Entwicklungstochter IAV, der IAV-Betriebsrat und die Industriegewerkschaft IG Metall auf einen Zukunftstarifvertrag verständigt. Das Unternehmen hält an seinem angekündigten Stellenabbau fest und will die Belegschaft bis Ende 2027 von aktuell rund 5000 Mitarbeitern auf 2970 Beschäftigte reduzieren. Kern der Einigung ist der Ausschluss betriebsbedingter Kündigungen bis Ende 2028.

Das Unternehmen will nun über ein sogenanntes Ansprache- und Freiwilligenprogramm versuchen, Beschäftigte zur Auflösung ihrer Arbeitsverhältnisse zu bewegen. Aus Sicht der IG Metall sorgt der Tarifvertrag dafür, dass momentan niemand mit einer betriebsbedingten Kündigung rechnen muss.Vereinbarungen zu jedem StandortAlle deutschen Regionen von IAV bleiben erhalten. Zugleich erhalten die Standorte einen verbindlichen Rahmen: Für jede Region werden bis Ende März 2027 eigene Standortvereinbarungen zu Auslastung und Kompetenzentwicklung geschlossen. Gifhorn wird als Entwicklungszentrum gestärkt, Stollberg in Sachsen bleibt fester Bestandteil des Standortnetzes, Berlin wird als Zentrum für Kernkompetenzen mit einem neuen IT-Hub aufgestellt. Auch die Standorte in Baden-Württemberg und Bayern bleiben erhalten.