Ist Ruhe wieder erste Bürgerpflicht? Oder wie erklärt sich sonst die seltsam entspannte Stimmung trotz sich häufender Terroranschläge?
„Du, lass dich nicht verhärten, in dieser harten Zeit“: Wof Biermann in München, 1976
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E igentlich wollte ich mich mal wieder darüber aufregen, dass sich keiner mehr über die richtigen Sachen aufregt. Zum Beispiel über das, was am Mittwoch auf dem Leipziger Flughafen geschah und was der Innenminister „hybrides Anschlagsszenario“ nennt. Aber ich bin verunsichert. Ist das Ausbleiben von Hysterie richtig? Sind wir alle total anschlagsroutiniert und gehen mittlerweile an einem Anschlag vorbei wie am Kackhaufen auf dem Gehweg? „Ach, guck mal da, wieder so ein missglückter Anschlag, haha, wie kann man so doof sein, hehe.“
Stell dir vor, es ist hybrides Anschlagsszenario und keiner geht hin? Ist das vielleicht voll super, dass sich keiner so richtig aufregt? Ist es richtig, sich nicht groß beeindruckt zu zeigen von einer Bombe, deren Zünder versagt hat? Weil würden alle in Schnappatmung verfallen, würde es nur dem Urheber in die Karten spielen?






