Wer in den 1980er-Jahren für den Frieden und gegen die Stationierung der Pershing-Raketen auf die Straße ging, musste auch die grauenvollen „Bots“ und den ewigen „We shall overcome“-Kitsch ertragen: Zum Pazifismus gehört offenbar eine gewisse Leidensbereitschaft, insbesondere bei der künstlerischen Begleitmusik. Seit Sahra Wagenknecht das Genre Friedensdemo als Aktions- und Selbstdarstellungsplattform für sich entdeckt hat, ist allerdings nicht nur das Musikprogramm bei ihren Veranstaltungen eine schwere Prüfung. Auch bei den Friedensbotschaften selbst geht so einiges durcheinander.
Was sich Waters, Wagenknecht und Hallervorden unter Frieden vorstellen
Man glaubt den Rednern am Brandenburger Tor ihre Empörung über den Krieg im Gazastreifen – aber allzu oft verrutschen die Tonfälle.







