Als Claus-Dieter Wollitz am Freitagmorgen die Videoanalyse mit seiner Mannschaft begann, merkte er, dass dieses Wochenende kein gewöhnliches werden würde. „Zum ersten Mal wieder schwitzige Hände“, verriet der Trainer von Energie Cottbus später auf der Pressekonferenz vor dem Saisonauftakt. Nach fast 15 Jahren kehrt der Traditionsverein aus der Lausitz am Sonntag (13.30 Uhr) mit dem Heimspiel gegen Hannover 96 in die 2. Bundesliga zurück. Rund 18.000 Karten waren bis Freitag bereits verkauft, vieles deutet auf ein ausverkauftes Stadion der Freundschaft hin. Die Euphorie in der Region ist groß. Doch Wollitz richtet den Blick lieber auf das, was nun vor seinem Verein liegt.
Aufstieg als Meilenstein für Energie Cottbus
Der Aufstieg sei ein Meilenstein für Energie Cottbus, dürfe aber nicht dazu verleiten, die Erfolgsgeschichte der vergangenen Jahre einfach fortschreiben zu wollen. „Man kann eine Erwartung haben. Aber die Erwartung ist nicht, dass sich die Erfolgsgeschichte in der 2. Liga in dieser Selbstverständlichkeit fortsetzt. Da könnte man schon den ersten Fehler machen“, sagte der 60-Jährige.Für Wollitz geht es dabei um weit mehr als nur die sportliche Herausforderung. Die Rückkehr in die 2. Bundesliga eröffnet Energie Cottbus neue Möglichkeiten – wirtschaftlich, infrastrukturell und perspektivisch auch bei der Verpflichtung und Entwicklung von Spielern. Gleichzeitig sieht der Trainer die Fans und die gesamte Region in einer Schlüsselrolle. Die außergewöhnliche Unterstützung der vergangenen Jahre habe eine Symbiose zwischen Mannschaft und Umfeld entstehen lassen, aus der eine besondere Mentalität gewachsen sei. „Das wird jetzt ab Sonntag alles auf den Prüfstand kommen.“











