Das dänische Bildungsministerium in Kopenhagen hat ein sofortiges Maßnahmenpaket zur Eindämmung von durch künstliche Intelligenz unterstützten Täuschungsversuchen an Gymnasien erlassen. Wie die britische Tageszeitung The Guardian berichtet, müssen dänische Schüler:innen im Alter von 16 bis 19 Jahren ihre großen schriftlichen Hausarbeiten künftig mündlich vor einem Gremium verteidigen. Diese strikte Regelung betrifft insbesondere die große schriftliche Abschlussarbeit (større skriftlige opgave), die jedes Jahr von rund 9.000 Schüler:innen verfasst und durch das neue mündliche Kolloquium einer strengeren Prüfung auf Eigenleistung unterzogen wird.Anzeige
Flankiert wird diese konzeptionelle Vorgabe von technischen Überwachungsmaßnahmen während der regulären Unterrichts- und Prüfungszeiten in den Schulgebäuden. Die dänischen Schulen sind ab sofort verpflichtet, die Bildschirme der Schüler:innen bei Klausuren mithilfe spezieller Software durchgängig zu überwachen und durch neue Firewalls den Zugriff auf das freie Internet signifikant einzuschränken. Bildungsminister Magnus Heunicke begründet diesen tiefgreifenden Schritt mit einem akuten Handlungsbedarf, da die bisherigen Prüfungskonzepte durch frei verfügbare Werkzeuge wie ChatGPT von OpenAI massiv untergraben würden.










