Es ist ein Etappensieg für die Verfechter der Bitcoin-Haltefrist: Eine Petition zum Erhalt der steuerlichen Regelung für Kryptowährungen hat nach Angaben der Initiative ProHaltefrist bereits mehr als die benötigten 30.000 Unterschriften gesammelt. So viele Unterzeichner sind nötig, damit sich der Petitionsausschuss in einer öffentlichen Anhörung mit dem Thema befasst.Anzeige

Die Unterschriften kamen offensichtlich schnell zusammen, denn die Petition wurde erst am Dienstag auf der Plattform des Deutschen Bundestags freigeschaltet.

Was hinter den Plänen zur Bitcoin-Haltefrist steckt

Die Initiative ProHaltefrist wendet sich gegen Pläne von Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD), die Veränderungen an der bisherigen steuerlichen Behandlung von Kryptowährungen vorsehen.Anzeige

Bislang werden Bitcoin und Co. so behandelt wie Luxusuhren, Oldtimer oder Kunstwerke. Wer solche Vermögenswerte länger als ein Jahr besitzt, darf sie danach komplett steuerfrei verkaufen. Steuerrechtlich gilt der Verkauf als privates Veräußerungsgeschäft. Wer Bitcoin und Co. allerdings innerhalb eines Jahres verkauft und mehr als 1.000 Euro Gewinn erzielt, zahlt dagegen den persönlichen Einkommensteuersatz, der bis zu 45 Prozent betragen kann.