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Knapp 9 Millionen Menschen in Deutschland halten Bitcoin und andere Kryptos – doch jetzt drohen neue Steuern. Was das für Anleger und den Markt bedeutet, bleibt offen.

Anleger, die ihr Geld in Bitcoin und andere Kryptowährungen investiert haben, müssen sich derzeit in Geduld üben. Nach dem Rekordstand vom vergangenen Herbst ist der Kurs des Bitcoins um rund die Hälfte eingebrochen und bewegt sich seit Monaten im Bereich von 60.000 bis 65.000 US-Dollar.

In Deutschland drückt nun auch noch die Politik auf die Stimmung der Anleger. Bundesfinanzminister Lars Klingbeil (SPD) plant, eine Änderung der Steuerregeln vorzunehmen. Derzeit gilt: Wer Bitcoin und Co. länger als ein Jahr im Privatvermögen hält, kassiert etwaige Veräußerungsgewinne komplett steuerfrei; bei kürzerer Haltedauer greift der persönliche Einkommensteuersatz. Diese Regelung gilt auch für Gold, Luxusuhren, Oldtimer, Kunstgegenstände und andere Wertsachen.

Nach Klingbeils Plänen soll bei den Digitalwährungen diese einjährige Haltefrist fallen und Krypto-Gewinne sollen künftig wie Aktienerlöse besteuert werden. In Deutschland unterliegen Gewinne aus Dividendenzahlungen und dem Verkauf von Aktien einer pauschalen Abgeltungsteuer von 25 Prozent plus Solidaritätszuschlag und Kirchensteuer.