Das am Donnerstag in Preetz bei Kiel gefundene Kleinkind ist wahrscheinlich ertrunken. Dies ergebe die Obduktion, sagte Oberstaatsanwalt Michael Bimler. Zudem gebe es keinerlei Anhaltspunkte auf eine Gewalttat. Zu weiteren Details, wie etwa dem Zeitpunkt des Todes, könnten noch keine Angaben gemacht werden. Die Polizei in Schleswig-Holstein hatte das tote Kleinkind in einem Garten in der Kleinstadt gefunden. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur wurde es in einer poolähnlichen Anlage entdeckt. Diese befindet sich demnach auf dem Grundstück der Eltern, die ihr Kind zuvor als vermisst gemeldet hatten. Eine Polizeisprecherin wollte sich dazu nicht offiziell äußern. Die Ermittler gehen davon aus, dass es sich bei dem am Vormittag gefundenen toten Kleinkind wahrscheinlich um das seit Mittwochmittag vermisste dreijährige Mädchen handelt. Die Polizei leitete ein Todesermittlungsverfahren ein. Große Suchaktion in Preetz in der Nähe von Kiel Das vermisste Mädchen ist nach Angaben der Sprecherin autistisch sowie seh- und höreingeschränkt. Die Eltern hatten es Mittwochmittag als vermisst gemeldet. Zahlreiche Polizisten, Feuerwehrleute und Anwohner suchten bis zum frühen Donnerstagmorgen vergeblich nach dem Kind. Auch ein Hubschrauber und Drohnen unterstützten die Suche.Wie viele Menschen an der Suche beteiligt waren, teilte die Polizei nicht mit. Neben Beamten der Polizeidirektion Kiel und der Bereitschaftspolizei aus Eutin waren die Freiwilligen Feuerwehren aus Preetz und Klausdorf sowie eine Diensthundestaffel im Einsatz. Erinnerungen an Fall Arian aus Bremervörde Die Suche weckte Erinnerungen an den Fall des sechsjährigen Arian aus Bremervörde (Niedersachsen), der im April 2024 aus seinem Zuhause verschwand. Zeitweise waren bis zu 1200 Helfer beteiligt – sie durchkämmten Dörfer, Wiesen und Wälder, auch ein Fluss wurde abgesucht. Die Einsatzkräfte suchten auch mit Hunden nach dem Jungen, mit Pferden, Helikoptern, Drohnen, Wildtierkameras, einem Tornado-Flieger, Booten und Tauchausrüstung.Auch Arians Fall ging tragisch aus. Zwei Monate später, im Juni, fand ein Landwirt beim Mähen einer Wiese in Estorf im Landkreis Stade die Leiche des Kindes. Hinweise auf ein Fremdverschulden gab es nicht (dpa, AFP)
Unglück in Schleswig-Holstein: Dreijähriges Mädchen in Preetz offenbar in Pool ertrunken
Die Hoffnung, dass das bei Kiel vermisste kleine Kind lebend gefunden werden könnte, erfüllte sich nicht. Jetzt liegt das Obduktionsergebnis der Leiche vor.










