Wer mit dem E-Scooter fährt, hat ein deutlich höheres Verletzungsrisiko als Motorrad- und Radfahrer. Zu diesem Ergebnis kommt eine im Fachjournal »Scientific Reports« veröffentlichte britische Studie. Sie hat die Daten des nationalen Traumaregisters für die Jahre 2020 bis 2022 sowie Berichte eines Leihanbieters aus 18 Städten in England und Wales aus den Jahren 2020 bis 2024 analysiert.

Demnach ist das relative Risiko für ein Schädel-Hirn-Trauma bei E-Scooter-Unfällen 3,45-mal höher als bei Motorradfahrern und 1,74-mal höher als bei Radfahrern. Auch das Risiko für Verletzungen innerer Organe (1,46-mal höher) und Gefäßtraumata (3,24-mal höher) übersteigt das von Motorradfahrern deutlich, während das Risiko für Knochenbrüche im Vergleich geringer ausfällt.Risiko einer Kollision bei Minderjährigen um 78 Prozent höherAuffällig ist laut den Forschern um David Bodansky vom Chelsea and Westminster Hospital Foundation Trust der hohe Anteil an verletzten Kindern: Minderjährige machen demnach 16,2 Prozent der schwer verletzten E-Scooter-Fahrer aus. Daten des Leihanbieters zeigen, dass das Risiko einer Kollision bei Minderjährigen um 78 Prozent höher ist als bei Erwachsenen. Zudem wurde bei Frauen eine höhere Schwere der Verletzungen festgestellt, sie haben ein mehr als doppelt so hohes Risiko für schwere Traumata wie Männer.