Der Facebook-Konzern Meta soll nach einer Gerichtsentscheidung im US-Bundesstaat New Mexico mehr als eine halbe Milliarde Dollar für Hilfen an Kinder zahlen, die durch Nutzung sozialer Medien Schaden genommen haben. Zudem müssen in dem Bundesstaat zusätzliche Einschränkungen für Nutzer im Alter unter 18 Jahren eingeführt werden: Unter anderem sollen sie bei Facebook und Instagram maximal 90 Stunden pro Monat verbringen können. Meta kündigt an, in Berufung zu gehen.

Die Entscheidung geht zurück auf eine Klage des Generalstaatsanwalts von New Mexico, der Meta vorwarf, Kinder nicht ausreichend gegen sexuelle Ausbeutung geschützt zu haben. Im März kamen Geschworene zu dem Schluss, dass Meta gegen Verbraucherschutz-Gesetze des Bundesstaates verstoßen habe. Damals wurde bereits eine Strafzahlung von 375 Millionen US-Dollar angeordnet. Jetzt kommen 567 Millionen Dollar (rund 490 Millionen Euro) für den Fonds dazu. Ein Großteil davon – 420 Millionen Dollar – soll für Therapiemaßnahmen ausgegeben werden.

Drastisch weniger Benachrichtigungen

Außerdem sollen Nutzer im Alter unter 18 Jahren in New Mexico grundsätzlich keine Push-Benachrichtigungen mehr zwischen 22:00 Uhr und 7:00 Uhr bekommen. An Schultagen sollen die Benachrichtigungen für sie auch zwischen 8:00 Uhr und 15:00 Uhr ausgeschaltet werden. Auch sollen Kinder in dem Bundesstaat keine Likezahlen mehr zu sehen bekommen. Zum Konzern gehören neben Facebook und Instagram unter anderem auch der Chatdienst WhatsApp und die X-Alternative Threads.