Ein sexistischer Post, eine Kritik von Hogesatzbau und ein Berliner Café, das aus Versehen in den Fokus gerät. Da hilft nur Wiedergutmachung.
Druckmittel gegen GeschäftsinhaberInnen: miese Bewertungen
Michael Bihlmayer/picture alliance
Am Morgen blickte ich beim ersten Espresso des Tages schon auf den nackten Oberkörper von Bryan W., wider Willen. Seine schmutzigen Finger umschließen auf dem Spiegelfoto die giftgrüne Hülle seines Handys, das der aktivistische Instagram Account Hogesatzbau repostete. In Kombination mit einem Kommentar, den Bryans schmuddelige Fingerspitzen kürzlich tippten. „LEIDER nur 90“, als Reaktion auf eine Nachricht zu den bisherigen Todesopfern beim Migrationschaos in Ceuta.
Bevor mir der Espresso hochkam, scrollte ich weiter in die Caption des Posts, die seine abscheuliche Aussage wunderbar sachlich einordnete. Diese öffentliche Zurechtweisung ist hart. Aber wichtig, um den derart zur Schau Gestellten den Spiegel vorzuhalten. Außer es trifft die falschen Personen.







