Der Lkw-Bauer Daimler Truck kann den Kapriolen der US-Zollpolitik durch den Bau eines neuen Werkes auf seinem wichtigen Markt ​künftig besser entgehen. Eine weitere Fabrik zur Fertigung von Spezial- und Fernverkehrslastwagen werde ab Ende dieses ‌Jahres gebaut und solle in drei Jahren den Betrieb aufnehmen, kündigte das Unternehmen am Donnerstagabend an. „Das neue Produktionswerk stärkt unsere Wachstumspläne für Nordamerika“, erklärte Daimler-Chefin Karin Radström (47). Die unter US-Präsident Donald Trump (80) erhöhten Einfuhrzölle belasteten unterdessen noch das Ergebnis im zweiten Quartal.Der Gewinn beim Nutzfahrzeughersteller Daimler Truck ist im zweiten Quartal dieses Jahres um 48 Prozent eingebrochen. Im Vergleich zum Vorjahresquartal sei das Konzernergebnis von 245 Millionen Euro auf 128 Millionen Euro gesunken, teilte der Dax-Konzern aus Leinfelden-Echterdingen bei Stuttgart mit.

Daimler Truck hatte im zweiten Quartal wieder mehr Fahrzeuge verkauft. Die Verkäufe legten im Vergleich zum Vorjahresquartal um 8 Prozent zu, auf insgesamt 86.707 Lastwagen und Busse.Wende in den USAZugleich markierte das ‌Quartal die Wende auf dem wichtigen Markt USA, wo Daimler ​mit seiner Marke ‌Freightliner führender Anbieter von Schwerlastern ist. Zum einen erhielt Daimler die Zusage, dass der Einfuhrzoll um Wertschöpfungsanteile in den USA reduziert wird. Zum anderen zieht die Nachfrage wieder an: Der Auftragseingang in den USA war im abgelaufenen ‌Quartal mit 35,4 Milliarden Euro mehr als doppelt so hoch wie im Vorjahreszeitraum.