In Ungarn ging es in dieser Woche um Millimeter. Der Wasserstand der Donau, die das Kühlwasser liefert, war so niedrig, dass auch die letzte Turbine des Atomkraftwerks Paks abgeschaltet werden sollte. Normalerweise macht das AKW fast die Hälfte des ungarischen Stromverbrauchs aus. Die Regierung sprach von einer „beispiellosen Energiekrise“, rief zum rigorosen Sparen auf und drohte mit Rationierung. Werbung für Kernkraft sieht anders aus. Immerhin stieg der Pegel der Donau dann wieder etwas an, die Turbine blieb im Einsatz. Aber es war im wahrsten Sinne des Wortes knapp. Vom Normalbetrieb ist das Kraftwerk noch immer weit entfernt.