In Deutschland hat man schon immer gern über das Wetter geklagt, wobei sich der Unmut meist eher gegen Schmuddel- und Nieseltage richtete als gegen die Wärme. Das hat sich jüngst geändert: Sieht man vom so genannten „Jahrhundertsommer“ 2003 ab, der als Naturkatastrophe in Erinnerung blieb, haben viele Deutsche und Europäer die heißen Monate kaum je als so belastend empfunden wie im Jahr 2026. Durch die Folgen der extremen Hitze sind bereits jetzt mehr Menschen gestorben als in den Vorjahren, dem Robert-Koch-Institut (RKI) zufolge war die Woche vom 22. bis 28. Juni besonders tödlich.Dieser Sommer bringt vieles durcheinander; das historische Niedrigwasser im Rhein gilt inzwischen als Risiko für die deutsche Wirtschaft. Der neue Verkehrsminister Steffen Bilger (CDU) hat deswegen am Donnerstag in Bonn seinen ersten Noteinsatz im Amt absolviert und hielt eine Niedrigwasser-Konferenz ab (diesen Begriff wird man sich wohl merken müssen). Unter dem Niedrigwasser leidet am meisten die Industrie. Vom Klimawandel und dessen Folgen ist aber zum Beispiel auch der Alpentourismus betroffen. „In den Alpen ist das Problem tatsächlich nicht kleiner, sondern mindestens so gravierend wie rund um das Mittelmeer“, berichtet Hans Gasser.Ähnlich wie die Hitze ist auch das aggressive Verhalten Russlands eine für die Bundesrepublik schwer beherrschbare Gefahr. Nach dem vereitelten Anschlag auf ukrainische Frachtflugzeuge in Leipzig hat der Generalbundesanwalt die Ermittlungen übernommen mit dem Argument, die Tat sei geeignet, die äußere und innere Sicherheit der Bundesrepublik zu beeinträchtigen. Vieles deutet auf Russland als Urheber hin, bewiesen ist aber noch nichts.„Ist Deutschland für diesen neuen Krieg gewappnet, der längst schon kein kalter mehr ist, sondern immer heißer wird?“, fragt mein Kollege Jörg Schmitt in seinem Kommentar. Die Antwort: „Nein, sagen Experten, es fehle nach wie vor an Resilienz. Es wird viel geredet und zerredet, also zu wenig umgesetzt.“Mehr zum ThemaHitze-Liveblog: Wohnungslosenhilfe warnt vor Gefahren für ObdachloseWas heute wichtig istBerichte: Saudi-Arabien befürchtet koordinierte Angriffe der Huthi-Miliz. An diesem Freitag will der türkische Präsident Erdoğan in Saudi-Arabien Gespräche führen. Währenddessen bereitet sich das Königreich laut Berichten auf koordinierte Attacken irakischer Milizen und der Huthi vor. Zum Liveblog zum Krieg in NahostTrump unterzeichnet Dekrete gegen Geburtstourismus. Ende Juni machte das Oberste Gericht dem US-Präsidenten einen Strich durch die Rechnung und kippte dessen Dekret zum Geburtsrecht. Jetzt startet Trump einen neuen Versuch. Zum Liveblog zur US-PolitikDrohende Ölkatastrophe vor der Küste des Oman. 110 000 Tonnen Rohöl hatte die „Caroline Bezengi“ geladen. Nun liegt sie an einer omanischen Insel auf Grund – und ein schimmernder Ölteppich breitet sich aus. Zum ArtikelMeta zu Millionenstrafe verurteilt - Gericht sieht Kinder gefährdet. Sind Metas Plattformen sicher für Kinder und Jugendliche? Ein US-Gericht findet das nicht, verhängt eine hohe Geldstrafe und ordnet weitere Auflagen an. Damit dürfte das Verfahren aber noch lange nicht vorbei sein. Zum ArtikelWeitere wichtige ThemenNotfall in Bayern: Schweinestall in Flammen – mehr als 1000 Tiere totFußball: Weiter Unterstützung für Fifa-Chef Infantino aus AfrikaDie Fachbriefings von SZ Dossier – mit SZ Pro-AboTrotz Aufbauphase: KI-Sicherheitsinstitut arbeitet schon. Eigentlich befindet sich das KI-Sicherheitsinstitut der Bundesregierung noch im Aufbau. Ein Kernteam hat aber schon seine Arbeit aufgenommen, wie SZ Dossier erfuhr. Das Institut soll die Regierung beraten und sicherheitsrelevante Erkenntnisse zu KI in Verwaltung, Wirtschaft und Zivilgesellschaft aufbereiten. Auch wichtig: Der Bundesrechnungshof zweifelt am Deutschland-Stack. Zum BriefingKostbare Ressource: USA behalten ihren Schrott. Das Die US-Regierung blockiert die Ausfuhr von Wolframschrott fürs Recycling und von Batteriematerialien. Während die USA sich so Rohstoffe fürs Militär sichert, könnte das in Europa die Knappheit verschärfen. Industrievertreter fordern eine Ausfuhrkontrolle nun auch für die EU. Zum Briefing