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Wolken hängen tief über der Peenemündung, Nebelschwaden ziehen zwischen den Dalben hindurch, Wellen schieben sich übereinander. Es riecht nach Diesel, Salz, nassem Holz – ein typischer Morgen im Fischereihafen von Freest an der vorpommerschen Ostsee.

Direkt an der Kaimauer stehen zwei Dutzend gelb gestrichene Holzhäuschen mit roten Biberschwanzziegeln: die „Pukhütten“. Sie prägen das maritime Bild des Ortes und dienen den Küstenfischern als Lagerräume für Netze, Reusen und Werkzeug.

In den frühen Stunden laufen die kleinen Kutter der Küstenfischerei ein, das Gros ihres Fangs geht an die Fischereigenossenschaft Peenemündung, ein kleiner Teil an Gastronomen, Einheimische und Urlauber. Doch die Routine täuscht. Die Fangmengen brechen ein, die Erlöse sinken. Fangverbote, Schutzzonen, zusätzliche Kontrollen, digitale Meldepflichten – und Umweltschützer fordern längst mehr: kleinere Fanggeräte, größere No‑Take‑Zonen, längere Moratorien. Die traditionelle Küstenfischerei steht vor dem ökonomischen Kollaps. Freest droht zur Kulisse zu werden, zum Kutterfriedhof.