Abgeklärte Thuner schaffen sich gutes Polster, auch St. Gallen und Lugano mit guter AusgangslageDer FC Thun reagiert auf die jüngsten Rückschläge mit einem souveränen 3:0 gegen Vikingur Reykjavik. In der Conference League gewinnen St. Gallen und Lugano, Sion spielt Unentschieden, Vaduz verliert.06.08.2026, 22.39 Uhr4 LeseminutenAktualisiertThuns Fabio Saiz (nicht im Bild) erzielt gegen Vikingur Reykjavik das Tor zum 3:0.Anthony Anex / Keystone(sda) Der FC Thun meldet sich nach der Niederlage gegen YB und dem Scheitern in der Qualifikation zur Champions League in extremis gegen Zagreb zurück. An einem lauen Sommerabend bezwingen die Berner Oberländer vor 6167 Zuschauern in der heimischen Arena den isländischen Meister Vikingur Reykjavik im Hinspiel der dritten Europa-League-Qualifikationsrunde verdient 3:0.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Trainer Gian-Luca Privitelli bewies dabei einmal mehr Mut: Er veränderte seine Startelf gleich auf sechs Positionen. Eine Rotation, die er bereits die ganze Saison so praktiziert und womit er zeigt, dass er keine Angst davor hat, auch seinen teils unerfahrenen Akteuren auf der europäischen Bühne voll zu vertrauen.Der Plan ging perfekt auf. Die neu formierten Thuner übernahmen sofort das Kommando und drückten die harmlosen Isländer in die eigene Hälfte. Jan Bamert (19.) und Brighton Labeau (25.) belohnten den dominanten Auftritt mit zwei Treffern noch vor der Pause. Fabio Saiz setzte in den Schlusssekunden aus der Distanz den Schlusspunkt.Ein Schreckmoment ereignete sich in der 35. Minute, als ein isländischer Kontertreffer durch den VAR wegen eines Fouls an Nicolas Bürgy korrekterweise annulliert wurde. In der Schlussphase riskierten die Isländer zwar etwas mehr, Niklas Steffen im Tor der Thuner wusste Fortuna aber auch bei einem Pfostenschuss auf seiner Seite.Einziger Wermutstropfen aus Thuner Sicht bleibt die Chancenverwertung: Mit etwas mehr Konsequenz im Abschluss - etwa bei den Grosschancen durch Labeau oder Valmir Matoshi – hätten sich die Oberländer eine noch komfortablere Ausgangslage für das Rückspiel in einer Woche auf der Vulkaninsel erarbeiten können. Dennoch darf der Schweizer Meister weiter von einer europäischen Ligaphase träumen.St. Gallen besiegt Tiraspol 3:1In der Conference League gewannen am Donnerstag St. Gallen und Lugano, Sion spielte Unentschieden, Vaduz verlor. In der 3. Qualifikationsrunde der Conference League stehen vier Super-League-Klubs im Einsatz. Alle wahren sich die Chance auf die Play-Offs.Innert sieben Minuten lenkte St. Gallen die Partie gegen Sheriff Tiraspol in Richtung Sieg. Im Hinspiel der 3. Qualifikationsrunde der Conference League gewannen die Ostschweizer 3:1 und nehmen damit einen Vorsprung mit ins Rückspiel zu Hause.Für die Tore gegen den moldawischen Rekordmeister sorgten mit Andrin Hunziker (63.), Leon Frokaj (70.) und Christian Witzig (92.) drei Einwechselspieler. Alle kamen erst in der 61. Minute in die Partie, vor allem Hunziker und Frokaj lenkten diese mit ihrem Doppelschlag in die für St. Gallen richtige Richtung.Tiraspol verhinderte mit einem Tor kurz vor Schluss zwar noch die weisse Weste der St. Galler. Dennoch hat die Mannschaft von Enrico Maassen in einer Woche beste Voraussetzungen, sich den Einzug in die Play-Offs zu sichern.Auch zu einem Sieg – einem ohne Gegentor – kam Lugano. Gegen den färöischen Verein Runavik gewannen die überlegenen Tessiner 2:0. Der erste Treffer des Abends fiel früh, bereits in der 7. Minute durch Elias Pihlström. In der Folge blieb die Mannschaft rund um Captain Renato Steffen überlegen.Das 2:0 war jedoch erst in der 80. Minute dank Kevin Behrens Tatsache, der Deutsche schob aus kurzer Distanz ein, nachdem Hannes Delcroix kurz zuvor noch lediglich an den Pfosten geköpfelt hatte.Wie St. Gallen nimmt also auch Lugano einen Zweitore-Vorsprung ins Rückspiel, das die Tessiner auswärts bestreiten werden. Die Vorzeichen für den Playoff-Einzug stehen damit gut.Sion mit RemisEbenfalls intakt sind die Chancen auf die Playoffs bei Sion, die gegen Noah Jerewan 2:2 spielten. Die erste Halbzeit war für Sion alles andere als optimal verlaufen.Nach einem Foul von Nias Hefti im Strafraum wurde dieser nicht nur verwarnt, Helder Ferreira verwandelte auch den Penalty und brachte den Gastgeber in der 5. Minute in Führung. Nach dem Ausgleich von Winsley Boteli (13.) trafen die Gastgeber postwendend zum 2:1, ehe Hefti wegen einer zweiten Gelben Karte vom Platz geschickt wurde.Den Ausgleich realisierte Sion in der 57. Minute durch Ilyas Chouaref. Es sollte das letzte Tor der Partie sein. Auch eine Rote Karte gegen Stone Mambo, welche die Kräfteverhältnisse 25 Minuten vor dem Schlusspfiff wieder ausglich, veränderte am Endstand nichts mehr.Vaduz muss Rückstand aufholenGeschlagen geben musste sich Vaduz. Der Liechtensteiner Aufsteiger in die Super League unterlag dem finnischen Verein Inter Turku 1:2 und muss im Rückspiel damit den Heimvorteil nutzen, um die Partie noch zu drehen. Ein Eigentor von Julian Stark (22.) und ein Treffer von Prosper Ahiabu (68.) besiegelten die Niederlage. Der zwischenzeitliche Ausgleich von Dejan Sorgic in der 63. Minute hielt nur rund fünf Minuten.Die Sieger nach Hin- und Rückspiel der 3. Qualifikationsrunde der Conference League ziehen in die Play-Offs ein, die Ende August stattfinden.
Souveränes 3:0: FC Thun mit Traumstart gegen Vikingur Reykjavik
Der FC Thun reagiert auf die jüngsten Rückschläge mit einem souveränen 3:0 gegen Vikingur Reykjavik. In der Conference League gewinnen St. Gallen und Lugano, Sion spielt Unentschieden, Vaduz verliert.






