HomeMeinungGerichtsprozesse in MünchenMeinungUrteil im Münchner TerrorprozessIm Fokus stand endlich einmal das Leid der Opfer6. August 2026, 16:01 UhrLesezeit: 2 Min.Februar 2025: Trauernde haben Blumen am Tatort nahe dem Münchner Hauptbahnhof niedergelegt. S.Gottschalk/IMAGODas Gericht hat den Angeklagten zur Höchststrafe verurteilt, aber sich nicht auf die Aufklärung des Tathergangs beschränkt. Die Justiz hat vieles richtig gemacht.Es ist ein besonderer Prozess, der nun vor dem Oberlandesgericht (OLG) München zu Ende gegangen ist. Der Afghane Farhad N. wurde zu einer lebenslangen Haftstrafe verurteilt. Zudem stellte das Gericht die besondere Schwere der Schuld fest, weil der heute 25-Jährige im Februar 2025 mit einem Auto in einen Demonstrationszug der Gewerkschaft Verdi gerast ist. Zwei Menschen hat N. getötet und mehr als 40 verletzt. Manche sind bis heute nicht vollständig genesen.Anschlag auf Münchner Verdi-Demo – das Prozesstagebuch:34 Tage, mehr als 100 Zeugen und die große Frage nach dem WarumFarhad N. rast im Februar 2025 mit seinem Auto in eine Demonstration der Gewerkschaft Verdi im Zentrum. Er tötet zwei Menschen und verletzt mehr als 40 schwer. Vor dem Oberlandesgericht geht es um das Leid der Betroffenen und das Motiv, nun wird das Urteil gesprochen. Die SZ dokumentiert alle Prozesstage.