Die Investition in die Übertragungsrechte für die Spiele der Fußball-Weltmeisterschaft zahlt sich für die Deutsche Telekom aus. Die Sparte MagentaTV habe rund eine Million neue Kunden gewonnen, teilte der Bonner Konzern am Donnerstag mit. „Unsere Geschäfte laufen rund“, sagte Konzernchef Tim Höttges. Gleichzeitig nutzt das Unternehmen den Kursverfall der vergangenen Monate, um den Rückkauf eigener Aktien auszuweiten. Zusammen mit den Dividenden würden 2026 bis zu zehn Milliarden Euro an die Aktionäre ausgeschüttet, rechnete Höttges vor. Telekom-Titel stiegen daraufhin um bis zu 7 Prozent, das ist der höchste Tagesgewinn seit mehr als sechs Monaten.
Das Volumen des laufenden Aktienrückkauf-Programms werde um bis zu drei Milliarden auf insgesamt bis zu fünf Milliarden Euro aufgestockt, hieß es. „Die Ausgangslage einer historisch niedrigen Bewertung in Verbindung mit einer soliden Bilanz ohne zu hohe Verschuldung bildet eine hervorragende Ausgangslage für die Aktion“, schrieb DZ Bank-Analyst Karsten Oblinger. Die T-Aktie hatte in den vergangenen Monaten zeitweise rund 30 Prozent ihres Wertes eingebüßt.
Fusion mit US-Tochter T-Mobile vom Tisch?Analyst Paul Sidney wertete den zusätzlichen Aktienrückkauf als Hinweis darauf, dass eine Fusion von T-Mobile und Telekom unwahrscheinlicher werde. Einen Kommentar zu diesen seit Monaten kursierenden Spekulationen lehnte Höttges erneut ab. Einem Bericht von Ende Juni zufolge forciert der Telekom-Chef die Pläne für eine Verschmelzung, die das Unternehmen unter anderem gegen die wachsende Konkurrenz durch Starlink wappnen soll. Die Satelliten-Tochter des Weltraumkonzerns SpaceX will ein eigenes Mobilfunkgeschäft aufbauen und „eine ganze Reihe“ Kunden von T-Mobile sowie den Konkurrenten AT&T und Verizon weglocken.








