Im Mai 2026 verstarb der 22-jährige Bodybuilder Gabriel Ganley, mutmaßlich an den Folgen einer hypertrophen Kardiomyopathie. Auch der Fußballstar Fabrice Muamba leidet daran und überlebte einen Herzstillstand nur knapp. Neue Forschungsergebnisse zu den genetischen Ursachen könnten die Früherkennung der Erkrankung verbessern.

Leistungssport führt zu mehr Herzmuskelmasse; das macht es schwieriger, eine Wandverdickung richtig einzuordnen.

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»Ja, ich war tot«, sagte der damals 23-jährige Fußballspieler Fabrice Muamba später in einem Interview. Mitten im FA-Cup-Viertelfinale im März 2012 war er auf dem Spielfeld zusammengebrochen: Herzstillstand. Dass es im Krankenhaus nach geschlagenen 78 Minuten noch gelang, ihn wiederzubeleben, bezeichneten Ärzte als Wunder. Als Ursache stellte sich bei Muamba eine hypertrophe Kardiomyopathie (Abkürzung: HCM) heraus – sie ist eine der wichtigsten Ursachen für den plötzlichen Herztod bei jüngeren Menschen und Sportlern. In einer in Nature Communications veröffentlichten Studie berichtet ein interdisziplinäres Forschungsteam darüber, wie bestimmte Fehler in der DNA zu dieser – oft zu spät erkannten – Erkrankung beitragen. Die neuen Erkenntnisse könnten künftig helfen, gefährdete Familien früher zu identifizieren und gezielter zu überwachen.