Der Aufwärtstrend auf dem Neuwagenmarkt hat sich auch im Juli fortgesetzt – mit einem deutlichen Plus vor allem bei E-Autos. Wie das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) am Donnerstag in Flensburg mitteilte, legten die Neuzulassungen von Elektro-Pkw um 62 Prozent auf rund 78.600 Fahrzeuge zu. Gemessen an allen Neuzulassungen entspricht dies einem Anteil von 29,3 Prozent.

Insgesamt wurden im Juli laut KBA rund 268.000 Pkw neu zugelassen – 1,2 Prozent mehr als im Vorjahresmonat. Für die ersten sieben Monate des Jahres 2026 liegt das Plus gegenüber dem Vorjahreszeitraum bei 5,1 Prozent.Wichtigster Treiber des Neuwagenmarktes bleibe die staatliche Förderung für E-Autos, erklärte das Beratungsunternehmen EY. Zusammen mit Plugin-Hybriden, die im Juli auf einen Marktanteil von 11,4 Prozent kamen, lag der Marktanteil von Neuwagen „mit Stecker“ demnach sogar bei 40,7 Prozent. „Gut vier von zehn Neuwagen fahren also ganz oder teilweise elektrisch“.

Vier von zehn Neuwagen fahren ganz oder teilweise elektrischDie staatliche Förderung können Verbraucherinnen und Verbraucher in Deutschland seit Mitte Mai beantragen, rückwirkend für seit 1. Januar zugelassene Autos. Bezuschusst wird der Kauf oder das Leasing neuer Elektro- oder Plugin-Hybridfahrzeuge, wobei sich die Höhe der Förderung nach Automodell, Haushaltsgröße und Einkommen richtet.Die Elektro-Prämie sorge für einen kräftigen Nachfrageboom bei Elektroautos, erklärte EY-Automobilmarktexperte Constantin Gall. Dieser Effekt werde jedoch „nur so lange anhalten, wie die Förderung gewährt wird“, gab er zu bedenken. „Danach droht erneut ein deutlicher Rückgang der Zulassungszahlen, wie wir ihn bereits nach früheren Förderprogrammen gesehen haben.“