2. Bundesliga

Bei der Frage nach dem Aufstiegsfavoriten in die Bundesliga führte im Sommer 2025 an Hertha BSC kein Weg vorbei. Als die TV-Experten nach ihren Meistertipps für die 2. Bundesliga gefragt wurden, fiel stets der Name der Berliner. Ob Torsten Mattuschka, Simon Terodde oder Sören Gonther – sie alle trauten der Alten Dame nicht nur den Aufstieg zu, sondern auch die Meisterschaft. Und das nicht ohne Grund. Nach dem Trainerwechsel von Cristian Fiél zu Stefan Leitl hatte die Mannschaft in der Rückrunde der Vorsaison eine sportliche Entwicklung genommen, die große Hoffnung auf eine Bundesliga-Rückkehr weckte. Die Spielidee des Trainers griff immer besser, in Paul Seguin verpflichtete Hertha BSC zudem den absoluten Wunschspieler ihres Trainers. Selbst der Verkauf von Ibrahim Maza änderte wenig an der Euphorie.

Hertha BSC zählt nicht mehr zu den Favoriten

Zwölf Monate später hat sich das Bild komplett gedreht. Wenn Hertha am Freitagabend (20.30 Uhr/Sat.1 und Sky) beim VfL Bochum in die neue Zweitliga-Saison startet, wird der Hauptstadtklub in den Prognosen nicht einmal mehr zum Kreis der Aufstiegskandidaten gezählt. Stattdessen werden Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg, Hannover 96, FC St. Pauli, 1. FC Heidenheim oder Holstein Kiel als die heißesten Anwärter auf die Bundesliga gehandelt. Hertha dagegen gilt nach dem personellen Umbruch des Sommers als eine der großen Unbekannten der Liga.