Im November letzten Jahres hatte Amazon den KI-Anbieter Perplexity verklagt: Es sei illegal, dass seine KI-Agenten für Nutzer auf Amazon shoppen. Das stelle ein Sicherheitsrisiko dar. Im März 2026 gab das Gericht Amazon recht und verbot den KI-Agenten Amazon-Einkäufe. Perplexity ging damals in Revision. Nun entschied das Gericht, dass die einstweilige Verfügung, die Perplexitys Agenten den Amazonzugriff seit März verboten hat, ausgesetzt wird.
Zusätzlich verwies das Berufungsgericht den Fall zur weiteren Verhandlung zurück. Die Begründung: Es seien immer noch die Nutzer, die auf Amazon einkaufen, auch wenn sie einen Agenten für sich arbeiten lassen. Es sei nicht Perplexity selbst, das shoppt.
Ein Urteil mit weitreichenden Folgen
Diese Gerichtsentscheidung und das noch ausstehende finale Urteil könnten weitreichende Folgen für die Branche haben. Zum einen entwickeln viele KI-Anbieter aktuell Agenten, die für Nutzer eine große Bandbreite an Aufgaben auf Drittanbieter-Plattformen im Web erledigen können sollen – ähnlich wie Perplexitys Shopping-Agent. Zum anderen basieren die Geschäftsmodelle von solchen Webseiten häufig auf dem Schalten von Werbung. Wenn die Kunden diese Werbung aber nicht mehr selbst sehen, sondern nur noch der Agent, hätte das Folgen für die Geschäftsmodelle der Webseiten – wie der von Amazon. Vor dem Hintergrund, dass einige KI-Anbieter – auch Perplexity – überlegt und teilweise sogar getestet haben, selbst Werbung auf ihren Plattformen zu schalten, könnte das eine größere Umstrukturierung des Werbemarktes zur Folge haben.











