Der Tag der Tage dieses Wahlkampfs war der Sonntag: Ab 12 Uhr durften die Parteien ihre Plakate offiziell aufhängen. Seither ist viel über die dieses Mal inhaltlich besonders sinnfreien Plakate berichtet worden. Aber die wichtigste Frage wird nicht debattiert: Warum hängen fast alle Plakate im falschen Kiez?Bevor wir uns dieser Frage nähern, erst mal zu einer interessanten Kleinigkeit, die einiges über eine Partei erzählt, die seit 37 Jahren mitregiert. Eigentlich kommen SPD-Plakate meist im klassischen Rot der Arbeiterfahne daher, aber ausgerechnet jene mit dem Spitzenkandidaten Steffen Krach sehen anders aus. Er trägt kein rotes T-Shirt, sondern Schwarz.
Kolumne
Die Hitze zeigt, wie dankbar wir sein sollten über all die kleinen Dinge des Alltags
Auch sonst ist im Hintergrund kein Arbeiterrot zu finden. Und das Parteikürzel haben die Werbeleute an der hellsten Stelle platziert – in Weiß. Vielleicht soll übersehen werden, dass der Mann, der in Hannover arbeitet, von der SPD ist.
Aber es ist doch gar keine Personenwahl wie neulich in Nordbrandenburg. Da hatte der langjährige SPD-Landrat – um wiedergewählt zu werden – auf den Plakaten verschweigen lassen, dass er Sozialdemokrat ist. Ohne Parteilogo hat er die Wahl gewonnen.












