Hamburg ist nicht für alle gebaut. Ein feministischer Stadtrundgang zeigt, was fehlt. Das sind nicht nur öffentliche Toiletten, sagt Luise Wolff.

Öffentliche Toiletten offenbaren ein Problem: Wird Geschlecht bei der Stadtplanung nicht mitgedacht, werden Männer bevorzugt

Georgios Kefalas/dpa

taz: Frau Wolff, welche Orte in Hamburg zeigen besonders deutlich, dass unsere Stadt nicht für alle Menschen gleich gut funktioniert?

Luise Wolff: Eigentlich sieht man das schon gut bei öffentlichen Toiletten. Also, wie viele gibt es in der Stadt, für wen sind sie gemacht und wie zugänglich sind sie. Es ist aber wichtig zu verstehen, dass es bei einer feministischen Stadt nicht um eine Stadt für Frauen geht, sondern eine geschlechtergerechte Stadt. Es gibt verschiedene Diskriminierungsformen und Geschlecht ist ein Aspekt. Es geht aber auch zum Beispiel um Rassismus und Klassismus.