SZ-Magazin: Herr Süfke, wir sprechen heute über Männer und das Patriarchat. Wie überzeugen Sie Männer, sich auf das Thema einzulassen?
Björn Süfke: Das ist schwierig. Die Männer rennen ja oft schon förmlich schreiend weg, wenn sie »Feminismus« hören. Viele kommen auch in meine Beratung nicht ganz freiwillig, sondern weil ihre Partnerin oder ihr Umfeld sich Veränderung wünschen. Ich bitte die Männer dann um zehn Minuten Zeit, um ihnen zu vermitteln, was das bringen könnte. Ich frage dann: »Wenn deine Frau fragt, wie es dir geht, was kannst du antworten? Hat dein Vater dir je gesagt, dass er dich liebt? Hast du es deinen Kindern je gesagt?« Ich versuche diese Männer zu berühren. Dann entsteht vielleicht Neugier.








