Der Ausbau von Wind- und Solarenergie boomt in Ostdeutschland besonders stark. Im vergangenen Jahr kamen allein in Sachsen-Anhalt 59 neue Windräder und mehr als 23.000 Photovoltaikanlagen hinzu, darunter 88 Solarparks. Doch im Bundesvergleich wird Strom dort deshalb nicht automatisch billiger.Nun hat Grünen-Spitzenkandidatin Susan Sziborra-Seidlitz Anfang dieser Woche im Landtagswahlkampf den Menschen und Unternehmen des Landes versprochen, das Problem zu lösen. Dafür spricht sie sich für regionale Strompreiszonen aus, bei denen Regionen mit besonders viel Wind- und Solarstrom niedrigere Großhandelspreise erhalten könnten. Genauer betrachtet schlägt sie eine gemeinsame Strompreiszone für Sachsen-Anhalt, Brandenburg, Mecklenburg-Vorpommern und Niedersachsen vor. Doch würde das auch funktionieren?
50Hertz kann keinen Preisvorteil für Sachsen-Anhalt beziffern
Grundsätzlich, so ein Sprecher des Übertragungsnetzbetreibers 50Hertz auf Anfrage, könnten mehrere Preiszonen dazu führen, dass Netzengpässe bereits im Stromhandel berücksichtigt werden. Dadurch wären nach Angaben von 50Hertz weniger Eingriffe nötig, um das Netz stabil zu halten. Allerdings würde eine Umstellung „mehrere Milliarden Euro kosten und mehrere Jahre dauern“. Außerdem warnt das Unternehmen vor „negativen Auswirkungen auf den Ausbau von erneuerbaren Energien“, weil die Investitionssicherheit sinken könnte.









