Im Sektor der Genossenschaftsbanken sorgt ein neuer Fall für Aufsehen: Die Finanzaufsicht Bafin hat bei der Raiffeisenbank Plankstetten durchgegriffen und offenbar den Aufsichtsrat der kleinen Bank in der Oberpfalz abberufen, wie zuerst das „Handelsblatt“ berichtete . Zudem hat die Aufsichtsbehörde Sandra Michelfelder als Sonderbeauftragte installiert, wie aus dem Impressum des Genossenschaftsinstituts hervorgeht.Schon Anfang Juli hatte die Bafin den Vorstand der Bank ausgetauscht und für ihn Odo Steinmann als Sonderbeauftragten eingesetzt. Vorausgegangen war ein Streit zwischen den Bankvorständen und der Bafin. Laut „Handelsblatt“ habe es unterschiedliche Vorstellungen zwischen dem Vorstand und der Aufsichtsbehörde zu bankaufsichtlichen Tätigkeiten gegeben. Die Vorstände wollen gegen die Sanktionen gerichtlich vorgehen.

„Mindestanforderungen an das Risikomanagement“ wohl nicht erfülltDie Meinungsverschiedenheiten könnten damit zusammenhängen, dass die Bafin im vergangenen Jahr eine Sonderprüfung bei der Raiffeisenbank Plankstetten veranlasst und „Anpassungen an den Mindestanforderungen an das Risikomanagement“ gefordert hat, wie aus dem Jahresbericht der Bank hervorgeht. Die Bank wollte alle Feststellungen der Bafin bis Ende Juni bearbeiten. Ob dies geschehen ist, ist unklar.