AMG, Maybach, G-Klasse, S-Klasse. Mercedes hat seine Topmarken und -modelle in den letzten Monaten stark weiterentwickelt. Das Luxussegment ist ein wichtiges für den Stuttgarter Autobauer. Dabei mag der Bezug zur breiten Masse verloren gegangen sein, die es allerdings braucht, nicht zuletzt um Geld zu verdienen, sondern auch für Sichtbarkeit und Skalierungseffekte in Software, Hardware sowie Vertrieb.Die aktuelle A-Klasse? Nö, braucht man nicht mehr, meinten die Verantwortlichen in Stuttgart. „Wie, bitte?“, fragten die Händler. Und drangen auf eine Verlängerung. Ohne starkes Einstiegsmodell läuft es selbst bei einer Premiummarke nicht rund.Schließlich hat Mercedes-Chef Ola Källenius beigegeben und die Produktion der A-Klasse bis zum Jahr 2027 erweitert. Ob Rückkehr zur Bodenständigkeit oder gescheiterte Hochpreispolitik, sei dahingestellt. Dass etwas Neues folgen wird, war klar, nun eben etwas später. Gerüchte um eine eigenständige, crossoverige A-Klasse auf MMA-Plattform machen die Runde.Schwerenöter: Die 94 kWh große Batterie steigert das Gewicht im vergleich zum Verbrenner um gut 600 Kilo auf etwa 2,3 Tonnen.HerstellerIst ja noch ein bisschen hin, wenngleich sich mit der Final Edition des AMG 45 S schon jetzt ein Ende des Verbrenners anbahnt. Dessen Antrieb als stärkster Vierzylinder der Welt gilt und 421 PS aus lediglich zwei Litern Hubraum presst. Zu Risiken und Langlebigkeit fragen Sie Ihren Mercedes-Händler.Die Affalterbacher möchten fortan aus strategischen Gesichtspunkten auf Benzin in der Kompaktklasse verzichten. Das kommt Fans teuer zu stehen. Mit einer Extraportion Chi-Chi für zusätzliche 6000 Euro werden gut 80.000 Euro fällig. Einstiegs-AMG eben.Verbrennerallüren und virtuelle GängeParallel dazu schmeißt sich der elektrische CLA in AMG-Schale, ganz ohne Hubraum weiterhin 45 4Matic+ heißend. Wie für ein Elektroauto fast schon typisch, wirft auch der mit waghalsigen Daten um sich. 94 kWh große Batterie, Laden mit bis zu 330 kW, 680 PS Spitzenleistung.Ein CLA eben, aber mit sportlicheren Sitzen und Lenkrad. AMG adelt sie mit dem Zusatz Performance, was verheißungsvoll klingt.HerstellerBemerkenswerter ist jedoch die mehr als 600 PS Dauerleistung, bereitgestellt von drei Axialflussmotoren, zwei hinten, einer vorne. Einstiegs-AMG eben. Jenes Vermögen soll die mit 2,3 Tonnen übergewichtige Limousine binnen drei Sekunden auf Dreistellig, ferner auch die Trauer um den Verbrenner aus dem Hirnkasten katapultieren. Frei nach dem Motto: Benommen und beschwerdefrei. Es hilft womöglich auch der Driftmodus.Für Unheilbare hat AMG den Klang des Verbrennervorgängers aufgenommen und ins Elektrische übersetzt. Dazu passend einen Drehzahlmesser bis 7000 Umdrehungen implementiert, freilich nur vorgegaukelt, ebenso die Möglichkeit, acht virtuelle Gänge mit Wippen am Lenkrad durchzuzappen. Ab Ende August soll die Konfiguration möglich sein, ebenso für den Kombi Shooting Break. Auch was den Preis angeht, dürfte er den Verbrenner übertreffen.
Am Start: AMG CLA 45 4MATIC+
Die A-Klasse darf noch eine Weile bleiben, doch für das Topmodell AMG A 45 S ist die Verbrennerparty vorbei. Der Neue tut so, als sei er einer von ihnen, und versucht, die Stimmung hochzuhalten. 680-PS-Sause im CLA 45 4Matic+.






