Stand: 05.08.2026 • 15:05 Uhr

Die neuen Sport-Helden in Serien wie "Ted Lasso" oder "Off Campus" sind sensibel und verletzlich. Diese neuen Männerbilder sind Ausdruck eines Kulturkampfes - mitten auf dem Spielfeld der Popkultur.

Von Christoph Ohrem, WDR

Ein US-amerikanischer College-Football-Coach, der einen englischen Profi-Fußballverein trainieren soll? Die Serie "Ted Lasso" erzählt von einem Trainer, der Erfolg ganz anders definiert, als es im Profi-Fußball üblich ist: "Für mich hat Erfolg nichts mit Gewinnen oder Verlieren zu tun. Ich möchte diesen jungen Männern helfen, die beste Version von sich selbst zu sein. Auf dem Spielfeld und außerhalb", sagt er.

Ted Lasso ist besonders - nicht nur, weil er mit seinem ausladenden Schnauzbart und seinen Hemdkrägen aussieht wie der biedere Nachbar der gelben Simpsons-Familie. Er ist ein emotional verfügbarer Mann, der durch Aufmerksamkeit und Zuwendung zum Erfolg kommen möchte, nicht durch spartanische Disziplin und drakonische Trainingseinheiten. Und das in einer der für manche männlichsten Angelegenheiten der Welt: dem Fußball.