Stand: 05.08.2026 • 15:02 Uhr

Wenn Flüsse kaum noch Wasser führen, trocknen Auen aus, Grundwasserreserven schrumpfen und Schadstoffe aus dem Abwasser treten konzentrierter auf. Fachleute fordern ein neues Wassermanagement und mehr Klimaschutz.

Von Sabine Stöhr, SWR

Das Ökosystem der Auen lebt vom Wechsel zwischen hohen und niedrigen Wasserständen. Steigt ein Fluss an, werden Altarme und flache Auengewässer überflutet; bleibt der Pegel lange niedrig, können sie verlanden oder austrocknen. Das verbliebene Wasser in den Auen erwärmt sich, enthält weniger Sauerstoff und bietet Tieren und Pflanzen schlechtere Bedingungen.

Christian Damm forscht am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zur Auenökologie. Er sagt: "Wenn das Wasser im Rhein zurückgeht und die Auen sozusagen ausgetrocknet werden, dann bedeutet das, dass denen das wesentliche Lebenselixier fehlt." Ein trockener Sommer sei am Oberrhein zwar nicht ungewöhnlich. Problematisch werde es, wenn Hitze und Wassermangel häufiger auftreten.