Am Flughafen Leipzig/Halle wurde in der Nacht der Flugbetrieb vorübergehend eingestellt.05.08.2026, 15.05 Uhr2 LeseminutenAktualisiertFlugzeuge stehen Ende Juli am Flughafen Leipzig/Halle.Erik-Holm Langhof / EHL Media / Imagopop. Am Flughafen Leipzig ist eine Drohne in der Nähe eines ukrainischen Flugzeugs sichergestellt worden, wie ein Nato-Sprecher am Mittwoch mitteilte. An der Drohne sei ein Sprengstoff mit Zünder befestigt gewesen, heisst es aus Sicherheitskreisen.Optimieren Sie Ihre BrowsereinstellungenNZZ.ch benötigt JavaScript für wichtige Funktionen. Ihr Browser oder Adblocker verhindert dies momentan.Bitte passen Sie die Einstellungen an.Kurz vor Mitternacht sei die Drohne auf dem Rollfeld nahe einer ukrainischen Antonow-Transportmaschine entdeckt worden. Experten der Bundespolizei sicherten sie daraufhin mithilfe eines ferngesteuerten Roboters. Später wurde die Drohne mit einem Röntgengerät untersucht.Der Flughafen Leipzig/Halle hatte aufgrund des Vorfalls in der Nacht den Flugbetrieb eingestellt. Später wurden ausserdem ein unbekanntes Flugobjekt in der Nähe des Flughafens, das mit einem Flugzeug kollidierte, sowie ein verdächtiger Gegenstand im Bereich der Südpiste etndeckt.Es habe sich um einen «sicherheitsrelevanten Vorfall» gehandelt, jedoch bestehe keine akute Gefahr, teilte die Polizei Leipzig mit. Mehrere Maschinen, darunter eine Passagiermaschine, wurden umgeleitet.Am frühen Morgen konnten im Nordbereich des Flughafens wieder Flugzeuge starten und landen. Die Südpiste blieb vorerst wegen der Ermittlungen gesperrt, an denen neben der Bundespolizei auch die Polizei Sachsen beteiligt ist.Noch ist nicht bekannt, wer hinter dem mutmasslichen Anschlagsversuch steckt, der Drohnenpilot wurde nicht gefasst. Doch nehmen sogenannte hybride Angriffe auf kritische Infrastruktur europäischer Staaten zu. Meistens steckt Russland dahinter. Verdeckte Operationen sind für den Kreml kostengünstig und lassen sich gut abstreiten. Die Verwicklungen Moskaus zu belegen, ist meist schwierig. Mit den Provokationen möchte Moskau womöglich testen, wie viele Angriffe möglich sind, ohne die Kriegsschwelle zu erreichen.Drohnen eignen sich dafür besonders gut. Denn schon kleine handelsübliche Drohnen lassen sich problemlos mit Sprengstoff ausrüsten. Im Ukraine-Krieg geschieht genau das in grossem Umfang. Hinzu kommt, dass eine Drohne per se unauffällig und damit nicht sofort als Waffe zu erkennen ist.Deutschland und andere betroffene Staaten haben bisher meist zurückhaltend auf solche Vorfälle reagiert, genauso wie die Nato. Einige Drohnen sind zwar abgeschossen worden, aber zumeist werden die feindlichen Fluggeräte lediglich aus dem eigenen Luftraum vertrieben. Auch die Massnahmen im Rahmen der «europäischen Drohnenabwehrinitiative» zielen in erster Linie darauf ab, Russland gegenüber so viel Abschreckung wie möglich aufzubauen, um einen Krieg zu verhindern.Passend zum Artikel
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Am Flughafen Leipzig/Halle wurde in der Nacht der Flugbetrieb vorübergehend eingestellt.











