Es gibt auch Erfolge bei der sonst enttäuschenden Umsetzung der UN-Agenda 2030 für eine gerechtere Welt, sagt Magdalena Sepúlveda Carmona.
Mangelernährung ist heute verbreiteter als 2015, neben Lebensmitteln fehlen auch Kochgeräte: Verteilung von Hilfsmitteln in Sudan
Gregg Brekke/Zuma Wire/imago
taz: Inmitten massiver Kürzungen öffentlicher Gelder für Entwicklungsvorhaben und Turbulenzen im Multilateralismus läuft die globale Entwicklungsagenda der Vereinten Nationen bald aus. Bis 2030 wollte die Staatengemeinschaft unter anderem extreme Armut und Hunger beenden, Bildung und Gesundheitsversorgung für jeden Menschen sicherstellen. Wie wird die Agenda für danach aussehen?
Magdalena Sepúlveda Carmona: Das ist die große Frage. Die UN haben viel Zeit verloren, den Prozess für die Vorbereitung einer Agenda danach anzustoßen. In der Vergangenheit begann das formell und informell schon viel früher. Wir befinden uns heute an einem entscheidenden Punkt: Wir kommen aus einer Agenda heraus, die 2015 beschlossen wurde, und nur etwas mehr als 30 Prozent der Ziele sind auf dem besten Weg, erfüllt zu werden. Es gibt viele Rückschritte.







