Plötzlich sind sie wieder da, dank eines Briefs mit extralanger Zustellzeit: die Spaghettireste, die Schlittenfahrten, die besonderen Momente aus der Zeit mit kleinen Kindern.

Illustration:

Donata Kindesperk / taz

Vor 13 Jahren habe ich einem Freund einen Brief in die Hand gedrückt und gesagt: „Tust du mir einen Gefallen – wirfst du mir den in 13, 14 Jahren mal in den Briefkasten? Irgendwann, wenn meine Kinder erwachsen sind.“ Er hat genickt, den Brief eingesteckt, und wir haben nie wieder darüber geredet.

Gestern Nachmittag ist es passiert. Absolut nichtsahnend öffne ich den Briefkasten. Mein Herz pocht laut, als ich das Blatt auseinanderfalte und metertief in die Vergangenheit plumpse: