Der Chip- und Halbleiterhersteller Infineon hat im dritten Geschäftsquartal so viel Umsatz gemacht wie noch nie, teilte der Konzern am Mittwochmorgen mit. 4,2 Milliarden Euro sind ein Anstieg um 13 Prozent zum Vorjahresquartal. Und auch der Gewinn legte kräftig zu: um 39 Prozent auf 423 Millionen Euro.Zudem sorgten steigende Investitionen in die Netzinfrastruktur für Rückenwind und auch im wichtigen Automobilgeschäft zogen die Geschäfte an. Das Segmentergebnis, das die operative Profitabilität misst, stieg um 22 Prozent auf 797 Millionen Euro. Die entsprechende Marge verbesserte sich um zwei Prozentpunkte auf 19,1 Prozent.„Immer mehr unserer Zielmärkte zeigen einen positiven Trend", sagt Konzernchef Jochen Hanebeck (58). „Unsere Stromversorgungslösungen für KI-Rechenzentren bleiben sehr gefragt und sind weiterhin der wichtigste Wachstumstreiber.Für das vierte Quartal erwartet Infineon deutliche Zuwächse, im Geschäftsjahr 2025/26 geht das Unternehmen nun von einem Umsatzanstieg von rund 11 Prozent im Vergleich zum Vorjahr auf etwa 16,3 Milliarden Euro aus. Bislang hatte das Management einen deutlichen Anstieg in Aussicht gestellt. Die Margenprognose bekräftigte Infineon.

Die Geschäfte mit Chips für KI-Rechenzentren dürften auch künftig für Wachstum sorgen: Wie Infineon weiter mitteilte, hat das Unternehmen mehrjährige Reservierungsvereinbarungen abgeschlossen oder befindet sich in entsprechenden Verhandlungen. Diese umfassten ein kumuliertes Umsatzvolumen im hohen einstelligen Milliarden-Euro-Bereich und beinhalteten auch bestimmte Vorauszahlungen, hieß es.