Eine Schafherde träumt vom Paradies, ohne zu ahnen, dass ihr Sehnsuchtsort der Schlachthof ist. „Sheep“ ist eine Satire auf Überlegenheitsdenken und andere menschliche Eigenheiten.
Schaf Lara aus „SHEEP – Eine unbequeme Wahrheit“
Patrick Wally/ZDF
Das Schaf erfreut sich in der Popkultur gerade besonderer Beliebtheit: Mit „Glennkill: Ein Schafskrimi“ etwa ist derzeit ausgerechnet Hugh Jackman als Schäfer zu sehen, dessen Herde nach seinem rätselhaften Tod selbst die Ermittlungen aufnimmt. Während der zuckrige Klamauk von Regisseur Kyle Balda vor allem unterstreicht, dass sich mittlerweile aus wirklich allem ein Krimi machen lässt, schlägt die neue deutsch-österreichische Comedy-serie „Sheep“ einen deutlich schärferen Humor an.
Wohl allein schon, weil das Regieduo Leni Gruber und Alexander Reinberg (gemeinsam mit Sebastian Huber auch für das Drehbuch verantwortlich) eine Prämisse wählte, die mehr mit der bitteren Realität zu tun hat: Die Herde, dargestellt von echten statt computeranimierten Schafen, deren Mäuler in der Postproduktion verblüffend präzise zum Sprechen gebracht wurden, lebt auf einem niederösterreichischen Bauernhof – und träumt von der großen Reise zum „Obermoser“.









