Eine Hitzewelle überrollte 2025 Norwegen, Schweden und Finnland – mit Folgen für Fauna und Flora. Die Länder haben daraus gelernt.

Während das Rentier in Norwegen schwitzt, sitzen die Urlauber im klimatisierten Camper

Galyna Andrushko/imago

Z um Glück waren meine Eltern nicht in ihrem Zuhause in Deutschland, als dort jüngst fast 40 Grad Außentemperatur angedroht wurden. Sie waren bei mir, rund 500 Kilometer nördlich von Stockholm. Bei angenehmen 20 Grad. Dieses Jahr hat es also geklappt mit der „Coolcation“, dem Abkühlungsurlaub, wie ihn Schweden inzwischen bewirbt. Marketing in Zeiten der Klimakrise.

Wer diesem Lockruf im vergangenen Jahr gefolgt war, der musste allerdings lange nach Abkühlung suchen. Damals besuchten mich Freunde aus Norwegen – einmal quer durch die zu dieser Zeit wütende pan-nordische Rekord-Hitzewelle. Rund zwei Wochen am Stück wurde im Sommer 2025 in den nördlichen Regionen von Schweden, Norwegen und Finnland die 30-Grad-Marke gerissen. Premiere auch im finnischen Teil Lapplands: 26 Tage am Stück mindestens 25 Grad, das gab’s noch nie.