Wegen steigender Trassenpreise prüft Brandenburg, eine Klage gegen den Netzbetreiber InfraGO zu unterstützen. Grüne fordern mehr Druck vom Berliner Senat.

Die Trassenpreise des Tochterunternehmens der Bahn InfraGo sind zu hoch

Paul Langrock

Brandenburgs Verkehrsminister Robert Crumbach (SPD) will eine Ausdünnung des Regionalverkehrs bei der Bahn nicht hinnehmen. Im RBB kündigte Crumbach am Montagabend an, dass das Land Brandenburg prüfe, ob es mögliche Klagen gegen das Unternehmen DB InfraGO unterstützen werde. Hintergrund sind die Trassenpreise des Netzbetreibers, die nach einem Urteil des Europäischen Gerichtshofs vom März deutlich erhöht worden waren.

Für Brandenburg würde das bedeuten, dass sich das Angebot auf der Schiene in Zukunft deutlich verschlechtern könnte. „Mit jedem zusätzlichen Euro, den wir für Trassenentgelte zahlen müssen, steigt der Druck, entweder das Deutschlandticket weiter zu verteuern oder beim Angebot zu sparen“, hatte Crumbach schon im Juli angedeutet. Bis 2027 sei das Angebot im Regionalverkehr aber finanziert.