Nach einer heftigen Hitzewelle sind im größten Zoo in der Präfektur Tokio drei Löwen gestorben. Die Todesfälle haben sich bereits vergangene Woche ereignet, wie der Tama-Zoo mitteilte. Der Zoo hatte das Löwengehege schon am 23. Juli geschlossen, nachdem mehrere der insgesamt 16 Tiere Anzeichen gesundheitlicher Probleme gezeigt hatten.
Zunächst litten die Löwen vor allem unter Appetitlosigkeit, Mattigkeit und verminderter Aktivität. Später verschlechterte sich der Zustand einiger Tiere deutlich. »Einige erkrankten schwer und waren unter anderem nicht mehr in der Lage aufzustehen oder verloren das Bewusstsein«, hieß es in der Mitteilung des Zoos.Bei den toten Tieren sei Dehydrierung und mehrfaches Organversagen festgestellt worden. Weitere Löwen seien in Behandlung. Man vermute einen Zusammenhang mit der Hitzewelle seit Mitte Juli, hieß es aus dem Zoo. Das Löwengehege bleibt demnach bis auf Weiteres geschlossen.
Schneller Wetterumschwung als mögliche UrsacheIn Teilen Japans sind die Temperaturen zuletzt wiederholt auf bis zu 40 Grad Celsius gestiegen. Die Zoo-Sprecherin verwies darauf, dass Löwen eigentlich als widerstandsfähig gegen Hitze gelten. »Die Hitze hier geht aber mit hoher Luftfeuchtigkeit einher; das unterscheidet sich von der Hitze bei trockener Luft in Afrika«, sagte sie der Nachrichtenagentur AFP. »Und in diesem Sommer setzte die Hitze schlagartig ein, gleich nachdem die Regenzeit im Juli vorüber war.«










