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Elektromobilität: Diese Haushalte profitieren am stärksten von der E-Auto-Prämie Dem Handelsblatt vorliegende Daten zeigen erstmals, wer die staatliche Förderung besonders stark in Anspruch nimmt – und wie viele Anträge bisher bewilligt wurden.
E-Auto an einer Ladesäule: Neue Förderung seit Mitte Mai verfügbar. Foto: Sebastian Kahnert/dpa/dpa-tmnDüsseldorf. Knappe drei Monate nach ihrem Start hat die neue Elektroauto-Prämie der Bundesregierung die Marke von 100.000 Anträgen überschritten. Das geht aus aktuellen Zahlen des Bundesamts für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (Bafa) hervor, die dem Handelsblatt vorliegen.Demnach gingen nach Auskunft der Behörde bis zum 4. August 102.539 Anträge ein, mehr als 28.000 davon wurden bislang bewilligt. Die ersten Daten geben einen Einblick, welche Einkommensgruppen besonders stark von der staatlichen Förderung profitieren:So stammen 52.377 Anträge von Haushalten mit einem zu versteuernden Jahreseinkommen bis 45.000 Euro. Weitere 22.488 Anträge entfallen auf Einkommen zwischen 45.001 und 60.000 Euro. Zusammengerechnet kommen damit fast drei Viertel aller Anträge aus Haushalten mit einem Einkommen bis 60.000 Euro.Die Bundesregierung hatte die Förderung auf Haushalte mit einem zu versteuernden Einkommen von maximal 80.000 Euro begrenzt, für Familien mit mindestens zwei minderjährigen Kindern verläuft die Grenze bei 90.000 Euro.Je nach Einkommen liegt die Förderung für reine Elektroautos zwischen 3000 und 5000 Euro, für Plug-in-Hybride zwischen 1500 und 4500 Euro. Familien und Alleinerziehende erhalten zusätzlich bis zu 1000 Euro, wenn minderjährige Kinder im Haushalt leben. Maßgeblich ist das durchschnittliche zu versteuernde Einkommen aus den beiden jüngsten Steuerbescheiden.Nur ein Bruchteil der Gesamtfördersumme abgerufenAuffällig ist zudem, dass sich Kauf und Leasing nahezu die Waage halten. Von den bislang eingegangenen Anträgen entfallen 51.851 auf gekaufte Fahrzeuge und 50.688 auf Leasingfahrzeuge. Außerdem dominieren reine Elektroautos das Förderprogramm deutlich. So entfielen mit nur 9733 Anträgen weniger als zehn Prozent aller Anträge auf Plug-in-Hybride oder E-Autos mit Reichweitenverlängerer, sogenannte Range-Extender.Sollten alle bislang eingegangenen Anträge bewilligt werden, müsste der Bund rein rechnerisch gut 400 Millionen Euro an Zuschüssen auszahlen. Tatsächlich dürfte die Summe etwas niedriger ausfallen, da Plug-in-Hybride geringere Fördersätze erhalten und erfahrungsgemäß nicht jeder Antrag bewilligt wird. Damit wäre aber immer noch nur ein Bruchteil der Summe, die der Bund für die Förderung bereitgestellt hat, abgerufen. Insgesamt stehen für das Förderprogramm bis 2029 drei Milliarden Euro zur Verfügung.Tesla-Gigafactory in Grünheide: Der große Profiteur der Prämie? Foto: Patrick Pleul/dpaDass bislang erst gut 28.000 Anträge bewilligt wurden, dürfte vor allem daran liegen, dass die Förderung rückwirkend gilt. So können seit Mitte Mai Anträge für E-Autos und Plug-in-Hybride gestellt werden, die bereits seit dem 1. Januar zugelassen wurden. Dadurch musste das Bafa zunächst eine große Zahl aufgelaufener Anträge abarbeiten, heißt es.Zu einer entscheidenden Frage will die Behörde allerdings erst in den kommenden Tagen informieren, wie ein Sprecher erklärt: auf welche Hersteller und Modelle wie viele bewilligte und abgelehnte Förderanträge entfallen.Förderrechner Bruttoeinkommen über der Fördergrenze? So gibt es die Prämie für das neue E-Auto trotzdem Das Thema ist brisant: Zahlen aus dem Umweltministerium hatten im Juli gezeigt, dass zunächst vor allem der US-Elektroautobauer Tesla und andere ausländische Hersteller von dem Förderprogramm profitierten. Das löste in der Regierungskoalition eine Debatte über den Zuschnitt der Kaufprämie aus. Die neuen Bafa-Daten dürften nun zeigen, ob sich das Bild inzwischen verschoben hat. Verwandte Themen DeutschlandTeslaDer Markt für Elektroautos hat sich in Deutschland zuletzt dynamisch entwickelt. Nach Zahlen des Kraftfahrt-Bundesamts (KBA) wurden im ersten Halbjahr knapp 370.000 Elektroautos neu zugelassen. Im Juni waren die Stromer erstmals die meistverkaufte Antriebsart in einem Monat. Üblicherweise dominieren Hybrid- und Benzinfahrzeuge die KBA-Statistik.Zulassungskönig bei E-Autos in Deutschland ist derzeit der Kompaktstromer Elroq von Skoda, gefolgt vom Tesla Model Y und dem ID.3 von Volkswagen. In die Zulassungsstatistik fließen allerdings auch Dienstwagen und andere Fahrzeuge ein, die nicht förderfähig sind. Veröffentlicht nach den redaktionellen Standards des Handelsblatts. Mehr Informationen finden Sie in unseren Richtlinien. Mehr zum Thema Unsere Partner Anzeige remind.me Jetziges Strom-/Gaspreistief nutzen, bevor die Preise wieder steigen Anzeige ImmoScout Jetzt kostenlos den Wert deiner Immobilie ermitteln Anzeige IT BOLTWISE Fachmagazin in Deutschland mit Fokus auf Künstliche Intelligenz und Robotik Anzeige Presseportal Direkt hier lesen! Anzeige STELLENMARKT Mit unserem Karriere-Portal den Traumjob finden Anzeige Expertentesten.de Produktvergleich - schnell zum besten Produkt







