In den letzten fünf Jahren ist die kubanische Bevölkerung je nach Quelle um bis zu 3 Millionen Menschen geschrumpft. Die Auswanderungswelle hat Folgen.
Ewige Stromausfälle, Benzinknappheit und Repression lassen immer mehr Kubaner die Insel verlassen
Norlys Perez/reuters
Rogelio Serrano hat Kuba mit seiner Frau und den beiden Kindern Ende September 2025 verlassen. „Ich bin froh, die ewigen Stromabschaltungen, den permanenten Mangel hinter mir zu haben, auch wenn der Neustart in Spanien nicht einfach ist“, sagt der kubanische Journalist. Als Rezeptionist arbeitet er derzeit in einem Hotel in Albacete, dem ökonomischen Zentrum der Region Kastilien-La Mancha.
„Fast alles ist besser als das Leben in Kuba derzeit“, meint Serrano, der lange versucht hat sich eine Existenz in Kuba aufzubauen. Als Berater für Jungunternehmer war er für eine kirchliche Organisation in Camagüey im Zentrum der Insel tätig. Mitte 2024 warf er wie so viele andere das Handtuch und entschied sich für die Ausreise. Mehr als ein Jahr hat es gedauert, bis die Papiere zusammen waren, bis alle Formalitäten mit der spanischen Botschaft geklärt, bis die Tickets von der Familie in Spanien bezahlt waren. Ein typisches Schicksal einer kubanischen Familie.







