Die eine Therapie, die Heilung gegen Krebs verspricht, gibt es nicht – aber Hoffnung, dass Immuntherapien uns ein gutes Stück nach vorn katapultieren.
K rebszellen sind Meister der Tarnung. Alles, was sie vom gesunden Gewebe abheben könnte, verbergen sie. Sie verstecken die winzigen Moleküle, die sie als Krebszellen markieren, oder schalten schlicht den Alarm stumm, der sie verraten würde. Und so entgehen sie ihrer größten Bedrohung: den Suchern des Immunsystems. Ohne Pause sucht das Abwehrsystem des Körpers nach fremden Gefahren, nach Viren und Bakterien oder eben mutierten Zellen. Doch Krebszellen sind für das System quasi unsichtbar, sie können sich vermehren – und das Immunsystem schaut untätig zu.
Niels Halama will die Sucher wieder scharf stellen. Der Arzt forscht am deutschen Krebsforschungszentrum in Heidelberg zur Immuntherapie. „Vor 20 Jahren wurde man ausgelacht, wenn man etwas mit dem Immunsystem in der Krebstherapie machen wollte“, sagt er. Doch der Ansatz sollte sich als revolutionär erweisen. Die destruktiven Zellen sollen wieder sichtbar werden, sodass der Körper sie von alleine aufspüren und bekämpfen kann. Liegt in der Therapie der entscheidende Durchbruch im Kampf gegen Krebs?










