Die große Hitze ist zurück, und sie entlarvt von Stunde zu Stunde mehr, wie fragil die Versorgung mit Wasser geworden ist, von dem Deutschland doch stets im Überfluss hatte. Nun aber werden die Probleme sogar im stets als besonders nass geltenden Süden der Republik immer größer und sichtbarer. Der Bodensee, Trinkwasserlieferant für weite Teile Baden-Württembergs, ist so leer wie nie. Am Chiemsee, Bayerns größtem See, sank der Wasserspiegel so tief, dass die Schifffahrt eingeschränkt werden musste. Viele Flüsse, allen voran Rhein, Donau, Elbe oder Spree, führen Niedrigwasser. Böden sind ausgetrocknet, oberflächennahe Grundwasserleiter schwächeln oder versiegen, in den Wäldern steigt die Brandgefahr.