In Kalabrien werden vier Erntehelfer getötet. Der Landwirt, auf dessen Hof sie tätig waren, kann trotzdem weiter auf fette EU-Subventionen hoffen. Wie kann das sein?
Viele Migrant*innen sind in der italienischen Landwirtschaft organisierter Ausbeutung und kriminellen Strukturen ausgeliefert
Antonio Pisacreta/Ropi
Das Überwachungsvideo einer Tankstelle im süditalienischen Amendolara dauert nur wenige Sekunden. Zwei Männer gehen um einen Minivan herum. Einer drückt von außen gegen die Türen, hält sie zu. Das Auto wackelt. Aus dem Inneren steigt Rauch auf. Dann bricht die Aufnahme ab.
Als die Feuerwehr den Wagen am 2. Juni erreicht, findet sie darin vier Leichen. Die Toten sind Erntehelfer aus Afghanistan und Pakistan, zwischen 19 und 29 Jahre alt. Ihre mutmaßlichen Mörder: Arbeitsvermittler.






