Die EchoStar-Tochter Hughes Satellite Systems hat Insolvenz angemeldet. Zuvor waren Bedenken laut geworden, ob das US-amerikanische Telekommunikationsunternehmen seinen Geschäftsbetrieb fortsetzen und seinen Zahlungsverpflichtungen nachkommen kann. Das berichtete die Nachrichtenagentur Reuters.
Hughes Satellite Systems strebt eine geordnete Abwicklung an. Das Unternehmen mit Sitz in Germantown im US-Bundesstaat Maryland, das sich auf die Bereitstellung satellitengestützter Kommunikationsdienste für den Privat- und Unternehmensmarkt spezialisiert hat, beantragte am Sonntag beim US-Insolvenzgericht für den südlichen Bezirk von Texas Insolvenzschutz nach Chapter 11 des Insolvenzrechtsgesetzes der Vereinigten Staaten (AZ. 26-90739). Am Montag wären laut Reuters Schuldenzahlungen in Höhe von 1,5 Milliarden US-Dollar fällig geworden.
In seinem Bericht zum zweiten Quartal an die US-Börsenaufsicht Securities and Exchange Commission (SEC) Ende Juni hatte der Mutterkonzern EchoStar auf diese Risiken hingewiesen. „Einige unserer Tochtergesellschaften verfügen derzeit nicht über die erforderlichen liquiden Mittel, prognostizierten künftigen Cashflows oder zugesagten Finanzierungen, um ihre Verpflichtungen in den nächsten zwölf Monaten zu erfüllen, was erhebliche Zweifel an der Fortführungsfähigkeit einiger unserer Tochtergesellschaften aufkommen lässt“, erklärte das Unternehmen in dem Bericht. EchoStar verzeichnete im zweiten Quartal zudem einen spürbaren Rückgang der Abonnentenzahlen in den Bereichen Pay-TV, Mobilfunk und Breitband.











