Die griechische Feuerwehr kämpft den vierten Tag in Folge gegen mehrere große Wald- und Buschbrände. Sie konzentriert sich auf zwei Fronten, die eine liegt im Gebiet der Ortschaft Agios Nektario im Kithairon-Gebirge, die andere nordwestlich der Stadt Megara mit gut 36 000 Einwohnern, wo der wechselnde Wind immer wieder Glutnester zu Bränden anheizt. Am Nachmittag wurden der Industriepark von Megara sowie mehrere umliegende Dörfer evakuiert. Am anderen Ende der rund 25 Kilometer langen Brandregion mussten die Menschen den Küstenort Psatha am Golf von Korinth verlassen.Der griechische Zivilschutz hat die Menschen, die sich im Industriepark der Stadt Megara aufhalten, in einem Post auf der Plattform X aufgefordert, sich nach Megara selbst zu begeben. Die Stadt liegt rund 45 Kilometer westlich von Athen. Obwohl in der Region Hunderte Feuerwehrkräfte – auch aus Rumänien und Frankreich – und zahlreiche Löschflugzeuge im Einsatz sind, ist es bisher nicht gelungen, die Brände unter Kontrolle zu bringen.Medienberichten zufolge geht die Zahl der zerstörten Häuser in Griechenland in die Hunderte. Insgesamt sollen in der Region rund 10 000 Hektar Fläche verbrannt sein; zahllose Nutz- und Wildtiere verendeten. Ein Sprecher der Feuerwehr teilte mit, dass landesweit bislang 13 Menschen wegen fahrlässiger Brandstiftung festgenommen worden seien.Zwei Menschen sterben bei Zusammenstoß von LöschhubschaubernAm Sonntag sind bei der Waldbrandbekämpfung westlich von Athen zwei Löschhubschrauber zusammengestoßen, wodurch der Pilot und der Co-Pilot einer der beiden Helikopter ums Leben gekommen sind. Ihre Leichen wurden später gefunden. Die beiden anderen Piloten überlebten das Unglück und konnten ihren Helikopter mit einer Notlandung auf dem Boden bringen, berichtete der griechische Rundfunk. Damit stieg die Zahl der Toten auf fünf – bereits vergangene Woche waren drei Feuerwehrleute gestorben. Die Behörden haben die Ermittlungen zu dem Hubschrauber-Unglück aufgenommen.Auch auf der Insel Kefalonia wütet ein großer Waldbrand, auch dort wurde am Sonntag Medienberichten zufolge eine Evakuierung angeordnet.Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis sprach von einer außergewöhnlichen Lage. „Es gibt Situationen, in denen Art und Intensität der Wetterereignisse jede menschliche Planung und jede operative Leistungsfähigkeit überfordern“, teilte er in einem Post auf Facebook mit.Feuer in den NiederlandenIm Osten der Niederlande ist unweit der deutschen Grenze in einem Waldgebiet ein Brand ausgebrochen. Die Feuerwehr sei mit einem Großaufgebot im Einsatz, um das Feuer im Naturgebiet De Rosmolen bei der Ortschaft Oostrum zu bekämpfen und eine weitere Ausdehnung zu verhindern, teilten die Sicherheitsbehörden mit.Über dem zwischen Venlo und Nimwegen gelegenen Waldgebiet stiegen riesige Rauchwolken auf. Ein Campingplatz mit rund 300 Urlaubern wurde wegen der schlechten Luftqualität geräumt.Außerdem wurde der Bahnverkehr zwischen Nimwegen und Venray unterbrochen, da die Feuerwehrkräfte auch unmittelbar an den Gleisen im Einsatz waren. Die Feuerwehr legte eine Brandschneise in dem Wald an, und die niederländische Armee setzte einen Löschhubschrauber ein. Der Brand brach in den Baumkronen aus und breitete sich von dort schnell in dem Gebiet aus.Im niederländischen Naturschutzgebiet De Rosmolen wütet ein Großbrand Rob Engelaar/Rob Engelaar/ANP/dpaEntspannung in Frankreich und SpanienIn Frankreich herrscht zwar in vielen Regionen weiterhin eine hohe Waldbrandgefahr, die meisten der zuletzt tobenden Brände sind inzwischen aber unter Kontrolle. An der Atlantikküste bei Bordeaux, wo der in dieser Saison bislang schlimmste Brand gewütet hatte, kehren die Bewohner weiterer evakuierter Orte nach Hause zurück.Auch in Spanien hat sich die Lage im Vergleich zu den vergangenen Wochen weiter entspannt. Nach Angaben des Waldbrandportals „Incendios Forestales“ waren am Montag landesweit noch 33 überwiegend kleinere Wald- und Vegetationsbrände aktiv – zehn weniger als am Vortag.
Waldbrände: Evakuierungen wegen schlimmer Brände westlich von Athen
In Griechenland heizt der Wind immer wieder neue Glutnester an. Auch in den USA im Staat Washington kämpfen 900 Einsatzkräfte gegen das Feuer.













