Starke Winde haben in Griechenland zahlreiche neue Brände ausgelöst. Nach Feuerwehrangaben brachen binnen 24 Stunden rund 60 neue Feuer aus. Allein nahe dem Küstenferienort Porto Germeno am Golf von Korinth, rund 60 Kilometer westlich von Athen, waren fast 500 Feuerwehrleute im Einsatz, wie Zivilschutzminister Evangelos Tournas sagte.Tournas sprach von »äußerst schwierigen Bedingungen« zum Löschen der Flammen. Der Wind sei teils so stark, dass Löschflugzeuge kein Wasser aufnehmen oder über den Flammen ablassen konnten. Nach Angaben des Wetterdienstes des Nationalen Observatoriums von Athen wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 130 Kilometern pro Stunde registriert. Im Laufe des Samstags ließ der Wind vorerst nach. Dennoch herrschte unter anderem für den Großraum Athen weiter hohe Brandgefahr.Ein Beamter des Zivilschutzes sagte dem Sender Skai TV, dass in der Gegend von Porto Germeno bis zu 150 Häuser beschädigt worden sein könnten. »Viele Häuser sind zerstört worden«, bestätigte ein Anwohner der Nachrichtenagentur AFP. »Das Feuer war zu stark, der Wind war zu stark«, sagte ein Landwirt. »Man konnte nur zusehen, wie das Feuer wütete.«

Es gebe noch »aktive Zonen« des Brandes, führte Nuñez aus. In manchen Teilen des Gebiets sei deshalb die Rückkehr für viele Evakuierte noch nicht möglich. Insgesamt gut 220.000 Menschen waren in den vergangenen Tagen aufgerufen worden, sich in Sicherheit zu bringen. Der Großteil konnte laut Behörden mittlerweile nach Hause zurückkehren.Feuerwehrleute aus NRW in Spanien angekommenUnterdessen sind Feuerwehrleute aus Nordrhein-Westfalen zur Unterstützung im Kampf gegen die Waldbrände in Spanien angekommen. Die spezialisierte Waldbrandeinheit mit Einsatzkräften aus Bonn, Düsseldorf, Leverkusen, Königswinter und Ratingen hatte sich am Donnerstag auf den Weg in die nordwestliche Provinz »Zamora« gemacht.